ostseebanditen on Baltic Sea Circle 2014

So

29

Jun

2014

Tag 16 : Zieleinlauf

Die Fahrt nach Stargard hat uns etwas geschafft - der Wecker klingelt um 8:00 Uhr und wir Beide könnten bestimmt noch 2-3 Stunden schlafen. 

Heute ist der letzte Tag, nur noch über die Grenze und dann über die Autobahn nach Hamburg!

Wir frühstücken fast eine Stunde und beschließen direkt danach das Roadbook zu vervollständigen. Vervollständigen ist leicht übertrieben - es steht bislang noch gar nichts im Roadbook...

Zuerst kleben wir die Bilder ein, danach errechnen wir die Tageskilometer anhand der Blog-Einträge. 

Einige Aufgaben haben wir hervorragend gemeistert, andere Aufgaben gar nicht gemacht - ab Estland waren wir sehr nachlässig. Als Entschuldigung kann man sagen, im Vorfeld stand schon fest: Wir wollen Spaß und keinen Pokal! Nur leider fehlen jetzt doch einige Bilder, finde ich doch schade. 

Nachdem wir den Audi bepackt haben und der Ölstand gecheckt ist, geht es los. 

Wir kommen nicht weit, da in Polen auch Sonntags Supermärkte geöffnet haben und steuern den ersten TESCO an. 

Geladen werden, polnische Hot Dogs Zutaten und Wodka ohne Ende, die Sorten die bei unserer Verkostung so lecker waren. 

Danach auf die Strecke und Fuß auf's Gas! Teilweise liegen 150 km/h an, trotz Dachbox und 90 PS geht das erstaunlich gut. 

Gegen 17 Uhr sehen wir die Ziellinie und werden herzlich empfangen. 

Wir haben es geschafft, alle Drei - Olli, der Audi und ich! Ein ausführlicher Abschlussbericht folgt. 

Gegen 19:45 Uhr ist dann Siegerehrung, wir nutzen dies als Abschluss für unseren BSC - heute wird nicht mehr gefeiert, unsere Familien warten auf uns. 

Um 20.30 Uhr startet die Heimreise, Olli werfe ich gegen halb elf ab und laufe dann in Vallstedt um 22:50 Uhr ein, bei 205.450 km...

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Sa

28

Jun

2014

Tag 15 : Roadkill im Rückwärtsgang

Ein super leckeres Frühstück, keine Ahnung was das hier alles ist, lässt uns in den Tag starten. 

Da wir Sonntag in Hamburg sein wollen steht fest - wir müssen heute so nah an die Grenze wie möglich. 

Erster Stop ist die Wolfsschanze, das wollen wir uns nicht entgehen lassen. Ich muss gestehen, ich hab mir das hier komplett anders vorgestellt - es gibt halt mitten im Wald viel Beton. Leider kann man vieles nur noch erahnen, wir treffen auf Team Hardstuff und dürfen uns der Führung abschließen. 

Nächster Halt Allenstein - Fotos entwickeln. 

In Allenstein haben wir für heute unseren ersten Roadkill, ein roter Toyota Yaris versteckt sich hinter unserem schwarzen Haudegen, der das Ding fast ohne selbst Schaden davon zu tragen im Rückwärtsgang erlegt. Gibt es eigentlich extra Punkte für einen Roadkill im Rückwärtsgang?

Aus dem Yaris steigt ein grosser Mann mit Sonnenbrille und ruft nur Politia - bevor wir uns nur ansatzweise rauskaufen können. 

Auch Verhandlungen mit polnischsprachiger Unterstützung via Handy bringen keinen Erfolg mehr. 

Zwei Sheriffs reiten an und begutachten den Tatbestand. 

Jetzt wird es spannend, Sheriff 1 fordert mich auf zum Alkoholtest: nach ein paar Sekunden leuchtet die grüne Lampe, das Wichtigste ist schon mal geklärt ;-)

Ich muss mit in den Wagen, Personalien, Prüfung auf offene Strafmandate und auch eine Prüfung ob der Audi geklaut ist. 

Nach einer halben Ewigkeit wird mir dann erklärt die kleinste Strafe sind 500 Zloty - natürlich in Bar. 

Mir wird sogar der nächste Geldautomat gesucht, da ich keine Zloty habe. 

Nach ca. 1 Stunde ist alles wieder okay. 

Jetzt ergreife ich die Chance da uns für das Roadbook noch ein Bild mit einem Polizisten fehlt. Er will sich einfach nicht tragen lassen, daher machen wir nur so ein Bild. 

Weiter geht's - in der nächst größeren Stadt bremsen wir an einem Shoppingcenter um die Bilder zu entwickeln. 

Wir haben viel Zeit verloren und schaffen es kurz vor zwölf bis Stargard. Hier gibt's ein billiges Zimmer und direkt in der Nachbarschaft Bars und Discos. 

Gegen halb eins fallen wir dann Beide ins Bett - das Nachtleben muss wohl ohne uns auskommen. 

KM-Stand: 204.790
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Fr

27

Jun

2014

Tag 14 : Masuren in Polen

Wir sind um 8 Uhr mit den beiden Hot Kamikaze Pilots zum Frühstück verabredet. 

Um 9 Uhr starten wir ohne Markus, da dieser mit dem Bus zum Flughafen will. 

Wir suchen Harley Riga auf, leider gibt es in meine Größe nur die Farbe "Brombeere" und dafür sind mir dann 36€ zuviel. 

Nächstes Ziel ist ein Supermarkt, da wir unbedingt den Kräuterlikör mit nach Deutschland nehmen wollen. Vielleicht sollten wir hinten am Auto einen Gefahrengut-Aufkleber anbringen ;-)

Wir lassen Lettland im Rückspiegel und fahren gemeinsam mit Sylvia quer durch Litauen - unser Ziel ist Allenstein. Sylvia hat sich Unterstützung bestellt, Ihre Mum wird dort auf uns warten. 

Bei Lötzen trennen wir uns, da Sylvia Ihre Mum abholen will und wir suchen nach einer möglichen Unterkunft. 

Google schlägt uns etwas Abseits eine Unterkunft für 200 Zloty inklusive Frühstück vor - das wollen wir uns mal anschauen. 

Die Straße in den Ort ist nicht sehr vertrauenserweckend - teilweise können wir nicht schneller als Schrittgeschwindigkeit fahren. 
Die Krönung kommt kurz vor dem Ortsschild - hier werden Kühe in den Stall getrieben, wir reihen uns als schwarzes Schaf hinten ein und folgen unauffällig. 

Das Hotel macht einen tollen Eindruck - Verständigung ist ein Problem, es wird ein junges Mädchen aus dem Keller - ja wirklich Keller - Auflösung folgt - geholt und jetzt sprechen wir wieder dreisprachig polnisch, Deutsch und englisch. 

Irgendwann steht ein Preis und wir entscheiden uns für das kleinere Zimmer. 

Wir folgen Emilia in den Keller, hier ist das Restaurant. Da wir die einzigen Gäste zur Bewirtung sind, legen sich Emilia und die Köchin richtig ins Zeug. 

Vorspeise Tatar, Hauptgang Schweinelende mit Pfifferlingen und Klößen, danach warmer Apfelkuchen. 

Nach dem Essen ziehen wir um an die Bar und probieren noch ein paar Wodkasorten. 

Emilia sagt uns um 21 Uhr ist Feierabend, aber für uns bleibt sie noch.

Am Tresen bekommen wir noch ein Blätterteiggebäck als Gruß aus der Küchen - mittlerweile malen wir schon um uns zu verständigen. Alle müssen lachen, da meine Zeichnung nicht die richtige Übersetzung ist - die Köchin will uns sagen das Ihre Kost zufrieden und rund macht, ich hatte stark verstanden und deshalb das Falsche gezeichnet. 

Halb zwölf geht das Nachtlicht aus und wir tauchen ins Traumland. 

KM-Stand : 204.208 km
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Do

26

Jun

2014

Tag 13: Riga

Der Tag startet gegen 9:30 Uhr, Olli ist vor mir auf den Beinen und mobilisiert mich, da Regenwolken am Himmel aufziehen. 

Er setzt einen Kaffee auf und ich schaue aus dem Zelt und muss feststellen, dass schon einige Teams abgebaut haben und bereits auf der Strecke sind. 

Wir packen das Zelt zusammen und frühstücken dann mit den anderen Erwachten unter dem Pavillon, da es bereits leicht regnet. 

Es gibt von den beiden Küchen ein Frühstücksbüffet für 5€ pro Person. Lustig ist, das die Beiden immer näher kommen je mehr man auf den Teller nimmt - es gibt Haferschleim, Eier und Brot mit einer Auswahl an Käse und Wurst. 

Geschmacklich überzeugt uns der Haferschleim - der Boritsch genannt wird ;-)

Nachdem wir fertig mit essen sind, werfen wir noch die letzten Sachen ins Auto, als auch der letzte der F&T Jungs wach wird. 

Mit dem Team Hot Kamikaze Pilots fahren wir los und die Jungs wollen uns einholen. 

Gemeinsames Ziel ist Gdansk - Danzig, ein langer Ritt, doch wollen wir uns dort wieder mit einer Auszeit belohnen. 

Die Straßen sind nicht gerad komfortabel und teilweise wird trotz zwei Spuren - dreispurig gefahren. 

Auf dem Weg entscheiden wir uns um, ein Hotel-Deal lockt uns in das mercure in Riga - beide Teams halten. 

Die F&T Jungs fliegen irgendwann an uns vorbei - wir treffen uns später wieder. 

Nach Ankunft genießen wir jeder ein ausgiebiges Bad und gehen dann essen. 

Typisch lettisch ist verlangt - wir finden ein Bistro was unserem Wunsch gerecht wird. 

Auf dem Weg in die Altstadt, hören wir in einem Park noch die letzten zwei Lieder einer Band und gegen dann mit der Menschenmenge weiter. 

Danach gibt es noch ein Bier in einem Pub, wo so viele Deutsche sind, wohl wegen der Fussballübertragung. 

Wir haben Sylvia von den H-K-Pilots dabei, daher tauchen wir nicht in das wilde Nachtleben von Riga ab, sondern gehen wieder brav ins Hotel. 

Das Team Hot Kamikaze Pilots hat gesundheitsbedingt beschlossen getrennte Wege zu gehen. Markus wird morgen mit dem Flieger nach Deutschland starten, er muss dringend einen Arzt aufsuchen. 

Olli und ich gehen auf einen "Absacker" in die Bar und bekommen hier eine lettische Kräuterschnaps-Variante serviert die wahrscheinlich waffenscheinpflichtig ist. 

Um halb eins ist Nachtruhe - morgen gibt es noch viele Kilometer zu fahren. 

KM-Stand: 203.675 km
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Mi

25

Jun

2014

Tag 12 : BSC 2014 Party Part II

Tag 12: BSC 2014 Party Part II

Irgendwie ist es schon sehr warm als wir wach werden - mittlerweile sind auch schon weitere Teams angekommen, es ist halb elf!

Ein Frühstück wird aus dem was wir an Bord haben gezaubert und ein frischer Kaffee weckt die Lebensgeister. 

Olli war schon ein paar Minuten vorher wach und bereits in der Waschstelle sowie der Sauna direkt daneben. 

Mit den Worten "ist nur was für harte Jungs" beschließe ich in das Bächlein einzusteigen
- Badebuchse an und los geht's - der grosse Zeh signalisiert nach Wasserkontakt Alarmstufe - aber als Mitglied im königlichen Eisbärenclub muss ich, wie ein Eisbär es machen würde, da durch!

Es ist so kalt, das ich schlagartig zu Höchstform auflaufe, ich bleibe hier drin - ich bin ein Eisbär. 

Danach geht es in die Sauna zum Aufwärmen, nur 40 Grad aber es fühlt sich deutlich wärmer an. Olli dokumentiert alles mit Bildern und wir sind jetzt Beide bereit für den Tag!!!

Alle sitzen gemütlich unter unserem Pavillon und wir feiern das Leben. 

Immer mehr Teams treffen ein, alte Bekannte und immer mal wieder ein Gesicht was man noch nicht gesehen hat. 

Um 18 Uhr gibt es eine kurze Ansprache und wir werden nach außen auf die Tanzfläche gebeten. Hier riecht es schon wunderbar - zwei Köche sind schon seit Stunden an Grill und Smoker im Einsatz. 

Es folgt eine estländische Tanzshow, nach dem zweiten Tanz fordern die Darsteller unsere Rallyeteilnehmer auf - schlagartig wird die Menschentraube am Tanzflächenrand wie von Geisterhand einige Meter nach hinten gezogen - das macht die Tanzpartnersuche nicht gerad leicht ;-)

Um 20 Uhr wird das Buffet eröffnet - wow ist das lecker, der Megahit ist das selbstgebackene Brot mit einer eigenhergestellten Kräuterbutter - aber auch Lachs und Fleisch sind nicht zu verachten. 
Es wird ein einheimischer Cocktail angeboten, ich kaufe für uns Beide eine Probe und muss sie später allein austrinken, da Olli kein Anis mag. 

Wir pendeln zwischen Partyzelt und unserer Wagenburg und haben riesig Spaß. 

Am späteren Abend gibt es noch Kaffee und Kuchen. 

Der Höhepunkt ist das entzünden des Lagerfeuers - da es wohl nicht nur in der letzten Nacht geregnet hat, wird trotz Naturschutzgebiet mit etwas Beschleuniger nachgeholfen. 

Der Junge kippt erst ordentlich was auf einen Fleck und versucht dann, nachdem das Gemisch schon entzündet ist, einmal um den Holzhaufen zu laufen. Leider ist das Entzünden schneller als ihn seine Füße tragen, als dann die Flamme den Kanister erreicht, versucht er ganz cool das Teil auszupusten!!! Die Menschenmenge schreit im Chor "Schmeiß weg - schmeiß weg" und er wirft in letzter Sekunde den Kanister ins Feuer und es gibt eine mega Stichflamme. 

Da sich das Gehölz nicht so richtig entflammen lässt, gehen wir zurück zu unserem Partypavillon und erzählen uns mit den anderen Teams Geschichten aus der Vergangenheit die teilweise unter das FSK 18 Siegel fallen und somit nicht weiter geschildert werden dürfen. 

Der Abend steht unter dem Motto "wir sitzen auf dem Schiff MS Niveau und sinken immer tiefer" aber haben dabei auch Spaß ohne Ende, weil keine Aussage unkommentiert bleibt. 

Olli ist kurz vor mir im Bett und ich mache den Schlafsack um zehn nach drei zu - kurz versuche ich noch den Geschichten die draußen erzählt werden zu folgen, kann die Augen aber nicht mehr lang offen halten...

KM-Stand noch immer 203.300
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